• @isabellejourneys

Impressionen von 2500km Fahrt durch Australiens rote Mitte


Den Wind in den Gräsern wehen sehen.

In der Nacht überrascht,

neben den vom Wind raschelnden Büschen,

pinkeln gehen.

Den Wind in Staubwolken

über den Highway wirbeln sehen.


Was soll es schon für Probleme geben?

Eine Straße,

immer geradeaus.


Ohne 4WD gibt es keine großen Widrigkeiten

und sowieso keine Ausweichmöglichkeiten.

Natürlich kratzt es mich,

aber auch nicht.

Denn das sollte ich sicher nicht allein

und mehr Ausrüstung wäre nötig.

Ein Satellitentelefon allein,

kostet ein Fünftel von meinem Wägelein.


Kangaroos schmücken alle paar Meter den Straßenrand,

aber nur am südlichen Rand.

Die rote Mitte und der Weite Norden

hat keine Kangaroo Horden.


Das Flimmern der Straße

lässt weit entfernte glühende Monster auf mich zufahren.

Bewegt das lodernde Gefährt sich auf meiner Spur, vorweg oder auf mich zu?

Fatamorgana wird klar.

Es ist ein Camper.

Wie wunderbar.


Dieses Mal muss ich keine Route planen,

selbst die Touristenattraktionen nicht in den Kalender tragen,

denn alles wird mir am Wegesrand heran getragen.

Nur fahren, genug pausieren,

woran etliche Schilder appellieren:

"Bitte kommen Sie lebend an

und ruhen Sie sich aus",

posaunen sie heraus.

Tatsächlich ist es ermüdender als man sich vorstellen mag,

einfach geradeaus den ganzen Tag.


Strahlendes Grün ist nicht existent.

Strahlend sind weiße Baumrinden

und eine gelbe Wüstenblume.

Der Rest ist rot, gelb, orange und braun.

Und die Straße ist grau.

Endlos liegt sie vor mir da.

Einen Hügel gibt es ab und an sogar.


Am meisten spektakulär

sind die Männchen hier.

Die unzähligen Zipfel-Männchen,

die quer in die Wüste hinein und

auf die Straße durch das hohe gelbe Gras blicken.

Sind angekleidet in alte Fetzen

und sicher wieder von Bedeutung

für die ursprünglichen Bewohner hier.


Herum liegen ausgebrannte Autos ab und an.

Alte Reifen aufgespießt am Wegesrand.

Manchmal an einer Einfahrt mit bemaltem Schild:

Staubpiste ins Aborigie-Land.


Wenn Wasser auf die rote Erde trifft,

steigt ein Duft wie von Tanne in die Luft.

Völlig unerwartet erinnert es an Grün,

das hier von Erdfarben und Trockenheit vertrieben ist.


Wie es wohl sein mag, wenn der erste Regen auf die rote Erde fällt?

Immer wieder rattern die Reifen über Abflussgitter.

Randmarkierungen helfen, um die Tiefen der Straße zu bestimmen.

Alle Flussbetten die ich sehe, sind gefüllt mit Sand.

Der Buschpilot erzählte mir allerhand;

Er hätte die Wüste hier noch nie so trocken gesehen.

Wie wird es wohl weiter gehen?


Totes Tier liegt da und hier.

Vertrocknete Kühe und sogar ein Pferd.

Noch frisch, dann lässt sich das Aßgefieder nieder

und was für riesige Viecher!


Heute in weiter Ferne sah ich die ersten zwei Kamele.

Sie mich auch und blickten mich

aus mehr als 100m Entfernung an.

Was ein Kamel so kann!


Die Mittagssonne knallt aufs Autodach.

Mit Klimaanlage doch gelacht.

Trete ich vor die Tür, friert es mich.

Kalt wirbelt der Wind um mich.

Doch nun endlich

500km nördlich von der roten Mitte,

ist es warm

und ich sitze vor meiner Hütte.


Die Sonne auf und nieder gehen sehen.

Der Himmel in Pastellfarben getönt, strahlt.

Mit etwas Geduld, Papageien herum fliegen sehen.

Im Dunkeln alle Camper in ihre Burgen kriechen sehen.

Wobei der Sternenhimmel uns doch alle wachend überdacht.


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Isabelle

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